Dasselbe

Du liegst rechts neben mir, ich außen. Der Blick geht zum Fenster hinaus auf das Dach einer Sporthalle über einige hohe Bäume in den Himmel. Die Zimmertür ist angelehnt. Wir schlafen ein. Die Zimmertür steht nun ein wenig weiter offen, sodass ein schwacher Lichtschein sich vorsichtig in das Zimmer schleicht. Ich soll das Licht ausmachen, sagst du und drehst dich zur Wand. Ich blicke weiterhin zur Tür. Der Lichtschein verschwindet. Jetzt ist es tiefdunkel im Zimmer. Die Augen müssen sich an die Dunkelheit gewöhnen. Da bewegt sich etwas von der Tür zum Bett. Jemand schreitet, nicht schnell nicht langsam, zu mir an die Bettkante und während dessen sage ich, da ist jemand. Du willst nachsehen, stehst auf und verschwindest durch die Zimmertür. Der, der jetzt neben mir steht, hebt seine Arme und legt sie über mein Gesicht, auf meinen Hals. Ich gleite aus seinen Händen in die Welt und sehe das leere Zimmer, die angelehnte Tür, keinen Lichtschein. Du liegst neben mir. Mein Blick bleibt gefangen im Raum, ich bin gefangen in diesem Zimmer. Die Welt ist eine andere, das Gefühl ist dasselbe. Ich bin die gleiche.

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